Feuer in Geflügelaufzuchtanlage

Datum: 16. Juni 2021 um 13:07
Alarmierungsart: Divera, Sirene und DME
Einsatzart: Feuer
Einsatzort: Wremen
Einheiten und Fahrzeuge:


Einsatzbericht:

Einsatz Nr. 25 alarmierte uns nach Misselwarden. In der Meldung der Leitstelle hieß es Feuer!

An einem örtlichen Geflügelaufzuchtbetrieb kam es zu einer technischen Störung der Stromversorgung. Ein Stromverteilerkasten des Regionalversorgers war in Brand geraten und konnte von den zuerst eingetroffenen Kräften bereits abgelöscht werden. Da jedoch die Stromversorgung ausgefallen war, fiel auch die Belüftungs- und Kühlanlage des Geflügelaufzuchtbetriebs aus.

Aufgrund der Außentemperaturen zeigt sich daher ein rascher Temperaturanstieg in der Anlage, was bedeutete, dass die ca. 66.000 Tiere kurz vor dem Verenden stehen könnten. Durch die schnelle und zielführende Entscheidung der Einsatzleitung wurden eine Nachalarmierung von mobilen Überdruck-Belüftungsgeräten initiiert, so dass auch die Unterstützung der Freiwillige Feuerwehren aus der Nachbargemeinde Stadt Geestland, mit den Ortswehren Langen, Imsum, Bad Bederkesa und Wanna, angefordert wurden. Parallel organisierte der Betreiber die eigene Einspeisung von Notstrom mit einem Traktor und Generator.

Unsere Aufgabe war die Bereitstellung unserer beider mobilen Überdruck-Belüftungsgeräte, als auch die Bereitstellung des SEA (Stromerzeugeraggregat mit Lichtmast) zur eventuellen, behelfsmäßigen Einspeisung von Strom in die Aufzuchtanlage. Auch unser Multicopter kam für Kontrollflüge über der Einsatzstelle zum Einsatz, um Temperaturbestimmung über der Einsatzstelle zu erheben.

Im Verlauf des Einsatzes konnte der Betreiber die Stromversorgung selbst gewährleisten und die Temperatur in den Stallungen herabsenken, so dass die meisten Feuerwehren gegen 15:15 Uhr die Einsatzstelle verlassen konnten. Die Mannschaft des SEA verblieb bis Einsatzende vor Ort in Bereitstellung. Gegen 17:30 Uhr wurde die Stromversorung durch den Regionalversorger wieder hergestellt. Die Kameraden konnten zurückverlegen.

Der Einsatz wurde unter den gängigen COVID-19-Masnahmen abgearbeitet. Es entstand kein Personenschaden, den Tieren kamen ebenfalls nicht zu Schaden.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Kameraden aus der Nachbarschaft für Ihre rasche Unterstützung!